Was wird bei einer Bonitätsprüfung geprüft?

Die Bonitätsprüfung wird durchgeführt, wenn Verbraucher einen Vertrag mit einem Unternehmen abschließen und dabei einen Kredit in Anspruch nehmen oder ein Produkt bzw. eine Dienstleistung auf Raten kaufen, sodass ein Kreditrisiko für den Anbieter besteht. In diesem Fall kann der Anbieter eine Bonitätsprüfung vornehmen, um sich davon zu überzeugen, dass Sie die anfallenden Kosten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch bezahlen.

Das Unternehmen sichert sich mit der Bonitätsprüfung also gegen einen möglichen Zahlungsausfall ab. Neben der bekannten SCHUFA gibt es in Deutschland weitere Auskunfteien, bei welchen Informationen abgefragt werden können. Die Voraussetzung dafür ist in den meisten Fällen die explizite Erlaubnis des Verbrauchers.

Bei der Bonitätsprüfung sind zum einen personenbezogene Daten wie das Alter, der Familienstand sowie der Berufsstand von Relevanz. An dieser Stelle können auch die Adresse, die Anzahl der Kinder sowie weitere Faktoren von Bedeutung sein. Zudem werden genauere Informationen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen geprüft. Nehmen den Einnahmen sind hier auch Vermögenswerte, Unternehmensanteile oder Wohneigentum vorteilhaft für einen hohen Bonitäts-Score. Zudem können Faktoren wie die allgemeine Zahlungswilligkeit oder die Häufigkeit der vertrags- bzw. nicht vertragsgemäßen Zahlungen entscheidend für die ermittelte Bonität sein. Unter Umständen können ebenfalls laufende Inkasso- oder Gerichtsverfahren eingesehen werden.